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Klaus Vogt
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Antwort auf die Anfrage von W.J.Cornelius vom 18.8.2009:

Zur Verwendung der Gottesnamens in deutschen Bibeln

Die hebräische Sprache hat eine reine Konsonantenschrift, die Vokale weiß man, wenn man die Sprache beherrscht. Der hebräische Gottesname lautet „JHWH“ (gesprochen vermutlich „JaHWeH“). Aus Ehrfurcht vor GOTT wurde mindest seit dem 9. vorchristlichen Jhd. dieser Name aber nicht mehr ausgesprochen. Man sagte dafür auf Hebräisch z.B. „adonaj“ („mein Herr“) oder „haShem“ („der Name“) oder „El Shaddaj“ („Gott der Allmächtige“).

Um 800 n.Chr. erfanden jüdische Gelehrte ein System von Punkten und Stricheln, die zu den hebräischen Konsonanten als Vokalzeichen hinzugeschrieben wurden. Um auf die Umschreibung des Gottesnamens aufmerksam zu machen, schrieb man dabei die Vokalzeichen für „adonaj“ zu den Konsonanten „JHWH“. Unwissende lasen das im Mittelalter dann fälschlicherweise als „JeHoVaH“ – aber das ist eben kein hebräischer Name, sondern eine Erfindung von Leuten, die nicht richtig Hebräisch konnten!

Dem jüdischen Sprachgebrauch folgend schrieb Martin Luther überall dort, wo im Hebräischen „JHWH“ steht, „HERR“ (also mit Großbuchstaben). Diesem Brauch folgt auch die revidierte Elberfelder Bibel.

Klaus Vogt
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Antwort auf die Anfrage von W.J.Cornelius vom 18.8.2009:

Die „Elberfelder Bibel“ erschien erstmals 1855 (NT) und 1871 (AT / komplette Bibel). Sie wurde benannt nach dem Arbeitsort des Übersetzerteams in Wuppertal, Ortsteil Elberfeld. Initiiert wurde diese Übersetzung von Vertretern der (evangelisch-freikirchlichen) „Brüderbewegung“ (vor allem durch den Engländer John Nelson Darby, dem Gründer dieser Bewegung in England in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts, und die beiden Deutschen Julius Anton von Poseck und Carl Brockhaus). Sie wollten mit einer sehr wortgenauen Übersetzung allen Christen, die die biblischen Ursprachen Hebräisch und Griechisch nicht beherrschen, „eine möglichst treue und genaue Darstellung des Wortes Gottes in ihrer eigenen Sprache“ darreichen. Über die Brüderbewegung hinaus ist diese Bibelausgabe weithin im gesamten freikirchlichen Raum geschätzt und vielbenutzt.

Die Übersetzung wurde bis 1932 (dem Todesjahr des Herausgebers Rudolf Brockhaus, dem Sohn des o.g. Carl Brockhaus) bei jeder Druckausgabe weiter überarbeitet und verbessert (ähnlich wie es auch Martin Luther von 1522 bis 1545 gemacht hat). Danach wurde jahrzehntelang nur unverändert nachgedruckt, bis 1975-1985 der durch eine Übersetzerkommission revidierte Text herauskam – wie bisher im R. Brockhaus-Verlag Wuppertal verlegt. Da diese Textfassung von den „Geschlossenen Brüdergemeinden“ kritisiert wurde, brachten diese 1999-2003 eine eigene, behutsam „Überarbeitete Elberfelder Bibel“ heraus (im Verlag „Christliche Schriftenverbreitung“ CSV). 2006 erschien dann eine „erneut durchgesehene Ausgabe“ der revidierten Elberfelder Bibel, u.a. mit Anpassung an die neue deutsche Rechtschreibung (R. Brockhaus-Verlag Wuppertal und Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg).
Man unterscheidet heute folgende Textfassungen:
E71 = Elberfelder 1871
ELO = Elberfelder 1905 („unrevidierte“ Elberfelder)
ELB = Revidierte Elberfelder – 1975 NT und Psalmen / 1985 AT
Elberfelder Übersetzung, Edition CSV – 2003/2005
EL6 = Elberfelder 2006
Näheres kann man nachlesen in: http://de.wikipedia.org/wiki/Elberfelder

Klaus Vogt
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(Fortsetzung Gästebucheintrag vom 11.7.2010

Als Konstantin im Jahr 324 Alleinherrscher wird, beruft er 325 (nicht 326!) eine Bischofsversammlung (= Konzil / Synode) nach Nicäa bei Konstantinopel ein. Dort soll der kirchliche Streit beendet und die Glaubenseinheit der Christen wieder hergestellt werden. Schon früher gab es immer wieder solche Synoden bzw. Konzile – Nicäa 325 war lediglich das erste „ökumenische“ (= weltweite) Konzil, nachdem bisherige Versammlungen nur auf Provinzebene stattfanden. Der Kompromißvorschlag des Kaisers wird übrigens nicht angenommen. Dafür verurteilen die anwesenden Bischöfe mehrheitlich die Lehre des Arius als nicht der Bibel entsprechend und formulieren ein Bekenntnis, in dem sie folgendes bezeugen (ich zitiere die deutsche Übersetzung des griechischen Originals):
„Wir glauben ..... an den einen Herrn Jesus Christus, den Sohn Gottes, der als Einziggeborener aus dem Vater gezeugt ist, d.h. aus dem Wesen des Vaters, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater; .....“
Trotz dieser klaren Worte geht der Streit leider jahrzehntelang weiter. Nicht nur Bischöfe und Bibellehrer sind auf beiden Seiten zu finden, sondern auch Spitzenpolitiker – und auch das einfache Volk. Konstantin schlägt sich aus politischen Gründen später auf die Seite des Arius und rehabilitiert ihn. Erst mit den Konzilsbeschlüssen von 381 (Konstantinopel) und 451 (Chalcedon) wird die Göttlichkeit JESU als bibelgemäße Lehre und Glaubens¬wahrheit endgültig festgeschrieben. Aber zahlreiche (vor allem germanische) Völker und Kirchenprovinzen folgen noch weitere Jahrzehnte und Jahrhunderte den Irrtümern des Arius. Und obwohl die altkirchlichen Bekenntnisse von 325, 381 und 451 auch heute in den meisten großen Kirchen als Maßstab gelten, sind gegenwärtig viele Theologen in ihrem Glauben und ihrer Lehre zumindest „sehr nahe bei Arius“. Ich kann dazu nur sagen: „Lernt Kirchengeschichte, damit ihr frühere Irrtümer nicht wiederholt!“
Die These, Konstantin und seine Anhänger vertreten den Apostel Paulus als „Religionsstifter“, Arius und seine Anhänger dagegen JESUS, ist völlig aus der Luft gegriffen. JESUS und Paulus gegeneinander auszuspielen, geht an den Intentionen des Neuen Testaments (und an den Fakten der frühen Kirchengeschichte) absolut vorbei. Ich schlage deshalb vor und bitte – um der Wahrheit willen – darum, den zumindest mißverständlichen Abschnitt über „Konstantin und das Christentum“ ersatzlos aus Ihrer Homepage zu streichen. (Für weiteres Sachgespräch dazu stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.)

Mit freundlichen Grüßen! Ihr Klaus Vogt

Klaus Vogt
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Sehr geehrter Herr Bartke!
Durch Zufall bin ich bei einer Internet-Recherche auf Ihre sehr interessante Homepage gestoßen. Einige Aussagen bei Ihren Erläuterungen zum Neuen Testament haben mich allerdings verwundert bzw. irritiert. Ich will darum dazu Stellung nehmen:

1.) Sie empfehlen für die Bibellektüre die unrevidierte Elberfelder Übersetzung – eine (vor allem in bibeltreuen freikirchlichen Kreisen) zu recht wegen ihrer wortgetreuen Übersetzung sehr geschätzte Bibelausgabe.
Bei den Erläuterungen zu den Evangelien favorisieren Sie die – in der bibelkritischen Theologie weithin übliche – „Spätdatierung“ für die Entstehung der Evangelien und nennen zugleich Markus als das älteste Evangelium.
Die in bibeltreuer theologischer Fachliteratur mit gewichtigen Gründen vielfach vertretene „Frühdatierung“ blenden Sie dagegen leider völlig aus.
Im Übrigen ist bereits im 2. Jahrhundert klar bezeugt, daß Matthäus das älteste (d.h. das zuerst niedergeschriebene) Evangelium ist. Wollen wir das mit einem Abstand von rund 1.950 Jahren besser wissen als z.B. der Kirchenvater Papias von Hierapolis (um 70 – 140 n.Chr. / er kannte den Apostel Johannes noch persönlich!)?!?

2.) Wo nehmen Sie die im Abschnitt „Konstantin I. und das Christentum“ genannten Aussagen her? Die kirchengeschichtlichen Fakten sprechen eine völlig andere Sprache. Ich will darum einiges richtigstellen:
Man erzählt sich ein visionäres Erlebnis des römischen Kaisers aus dem Jahr 312: Er habe vor einer entscheidenden Schlacht im Bürgerkrieg ein leuchtendes Kreuz am Himmel gesehen und dazu die Worte gehört „in diesem Zeichen siege!“. Fortan habe er sich für den Gott der Christen interessiert (zumal seine Mutter Helena schon längere Zeit eine Christin war). Ob er sich allerdings klar zu JESUS bekehrt hat oder ob er lediglich politische Vorteile gesehen und genutzt hat, ist in der Forschung nach wie vor umstritten. Die „Konstantinische Wende“ beendete zwar die blutigen Christenverfolgungen seiner Amtsvorgänger, aber die fortan enge Verknüpfung von Staat und Kirche war keinesfalls immer ein Segen!
Im Jahr 313 verfaßt Kaiser Konstantin I. zusammen mit seinem oströmischen Mitkaiser Licinius die „Mailänder Vereinbarung“ (auch „Toleranzedikt von Mailand“ genannt). Darin wird für alle Menschen – also auch für die Christen – die volle Religionsfreiheit festgeschrieben und staatlich garantiert. Aber deswegen ist das Christentum noch längst keine „Staatsreligion“! Von einer „christlichen Staatsreligion“ kann man zeitigstens siebzig Jahre später unter Kaiser Theodosius I. sprechen.
Konstantin I. läßt sich im Jahr 337 auf dem Sterbelager taufen (also nicht im Jahr 313!) – übrigens von Bischof Eusebius von Nikomedia, einem Arianer. Eine solche späte Taufe war damals nicht unüblich (um möglichst „sündenfrei“ zu sterben).
Der „Arianische Streit“ beginnt im Jahr 318 in Ägypten: Arius (ein Presbyter in Alexandria) stellt in einem öffentlichen Gespräch die Thesen auf: „Es gab eine Zeit, da JESUS nicht war.“ und: „Aus dem Nichts ist ER geschaffen.“ Arius bestreitet also die Präexistenz CHRISTI und Seine Wesensgleichheit mit dem VATER. In der Folge wird rund 200 Jahre lang in der Christenheit hart darum gerungen, welche Aussagen über JESUS der biblischen Wahrheit entsprechen – ob JESUS „gottgleich“, „gottähnlich“ oder nur „geschöpflich“ sei? Zeitweilig folgt ungefähr die halbe damalige Christenheit den Ideen des Arius.
Als Konstantin im Jahr 324 Alleinherrscher wird, beruft er 325 (nicht 326!) eine Bischofsversammlung (= Konzil / Synode) nach Nicäa be

Thomas Gollan
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Vielen Dank an dich /euch für die viele Arbeit die in dieser Seite stecken.
Mit großer Freude finde ich immer wieder Kinder Gottes die sich die Mühe machen Gottes Wort in unverfälschter Form unter die Menschen zu bringen.
Der Herr segne euch für diese Mühen.
Dem Herrn befohlen
Liebe Grüße
Thomas Gollan

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